Wie viel von deinem Leben gehört wirklich DIR? 🌍🤔
Innerhalb der ersten Minuten nach deiner Geburt haben andere bereits über dich entschieden: Dein Name, deine Religion, deine Nationalität, deine soziale Schicht.
Wir verbringen oft den Rest unseres Lebens damit, Identitäten zu verteidigen, die wir uns nie selbst ausgesucht haben. Wir ziehen Grenzen, führen Debatten und im schlimmsten Fall führen Menschen Kriege für Konzepte, die sie einfach nur „geerbt“ haben.
Jean-Paul Sartre nannte das die „Flucht vor der Freiheit“. Sein Argument: Der Mensch ist erst einmal nichts. Wir sind nicht als „Soldat“, „Gläubiger“ oder „Patriot“ geboren. Wir sind zur Freiheit verurteilt. Das bedeutet aber auch: Wir tragen die volle Verantwortung für das, was wir aus uns machen.
Sich hinter einer Flagge, einer Ideologie oder einer Tradition zu verstecken, um nicht selbst entscheiden zu müssen, ist laut Sartre „Unaufrichtigkeit“ (Mauvaise Foi). Es ist der Versuch, sich wie ein Objekt zu verhalten, das keine Wahl hat, anstatt wie ein freier Mensch.
Die radikale Frage für heute: Wenn du heute alles ablegen müsstest, was dir bei deiner Geburt ungefragt in die Wiege gelegt wurde – wer wärst DU dann noch? Und würdest du die gleichen Kämpfe immer noch führen?
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